• Anna

Drohnenfotografie für Einsteiger: hilfreiche Tipps vom Kauf bis zum ersten Foto mit deiner Drohne

Aufnahmen aus der Luft ermöglichen völlig neue Perspektiven. Gerade für Fotografie-Begeisterte sollte dies (trotz einiger Auflagen) Grund genug sein, sich über die Anschaffung einer Drohne Gedanken zu machen.


In diesem Artikel erfährst du alles was du über Drohnen wissen solltest und auch wissen musst, denn es gibt einige gesetzliche Regularien, die es zu beachten gilt.

Drohne von DJI im Flug

1. Welche Drohne ist die richtige für mich? 2. Wie viel kostet eine Drohne? 3. Benötige ich einen Drohnenführerschein? 4. Drohnenfotografie - Rechtliches 5. Drohnenversicherung 6. Drohnenfotografie - Tipps & Tricks


1. Welche Drohne ist die richtige für mich?


Zuerst einmal solltest du klären, für was genau du deine Drohne benutzen möchtest. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf Drohne zum Fotografieren. In diesem Segment gibt es - ähnlich wie bei "normalen" Kameras - wahnsinnig viele Unterschiede sowohl beim "Flug-Komfort" als auch bei der Bild-, Ton- und Filmqualität.


Der wohl bekannteste Drohnen Hersteller ist DJI. Die Einstiegsmodelle von DJI sind z.B. die DJI Ryze Tello, DJI Mavic Mini oder DJI Mini. Drohnen für fortgeschrittene Bild- und Videoaufnahmen von DJI sind z.B. DJI Mavic Air oder die DJI Mavic Pro.


Wir fliegen schon seit Jahren mit DJI und sind sowohl von der Qualität als auch der Benutzerfreundlichkeit der Drohnen sehr zufrieden.


Neben DJI gibt es natürlich noch weitere Drohnen-Hersteller, wie zum Beispiel iFlight, Fimi (von Xiaomi), Hubsan, sowie UpAir Drone oder Autel Drones.



2. Wie viel kostet eine Drohne?


Wie viel eine Drohne kostet hängt stark vom Einsatzzweck ab. Einstiegsmodelle gibt es schon für ca. 100€ (z.B. DJI Ryze Tello). Desto bedienungsfreundlicher eine Drohne ist bzw. desto besser die Bild- und Tonqualität, desto teurer wird es.


Foto einer Drohne bei Sonnenuntergang

Neben der Drohne an sich, welche bei DJI zwischen 100€ und 1.500€ kosten (wir klammern hier bewusst das Profi-Segment aus), empfehlen wir direkt Ersatzakkus mitzukaufen.


Denn bereits nach 20-30min wird ein Rückholmanöver eingeleitet - für uns wäre ein Akku daher eindeutig zu wenig, um ausreichend Luftbildaufnahmen zu erstellen.


Am günstigsten kommt man daher, wenn man direkt zu Beginn ein komplettes Bundle (bei DJI "Fly more Combo") bestellt.

Hier sind dann meist noch weitere Elemente wie beispielsweise Ersatzpropeller o.Ä. enthalten. Für die DJI Mavic Air kostet die Fly more Combo z.B. einen Aufpreis von ca. 300€.




3. Benötige ich einen Drohnenführerschein?


Seit 1. Januar 2021 ist die EU-Drohnenverordnung für alle Drohnen-Piloten und -pilotinnen in Kraft getreten. Hierbei wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden:

  • der EU-Kompetenznachweis (dem "kleinen Drohnenführerschein") A1/A3 sowie

  • das EU-Fernpiloten Zeugnis ("großer Drohnenführerschein") A2

Drohnenpilotin beim Drohne fliegen

Bei dem EU-Kompetenznachweis (kleiner Drohnenführerschein) handelt es sich um ein online Training mit verschiedenen Modulen und anschließendem online Test.


Hierdurch soll sichergestellt werden, dass jeder Drohnen-Pilot das benötige Grundwissen vorweisen kann, um eine Drohne sicher und gesetzteskonform zu steuern.


Die online Prüfung besteht aus 40 Multiple-Choice Fragen, von welchen 75% richtig beantwortet werden müssen, um ein anschließendes Zertifikat zu erhalten.


Bevor man sich zur offiziellen Prüfung anmeldet, gibt es die Möglichkeit, beliebig oft einen Trainings-Test durchzuführen - dieser simuliert den tatsächlichen Prüfungsablauf und ist eine gute Möglichkeit, sein Wissen vorab zu testen.


Das Zertifikat ist 5 Jahre gültig und muss nach Ablauf aufgefrischt werden.



Der EU-Kompetenznachweis wird über das Online-Portal des Luftfahrt Bundesamts durchgeführt. Die Abnahme der Prüfung sowie die Ausstellung des Zertifikats sind kostenpflichtig. Aktuell fallen Gebühren in Höhe von 25€ an.



Das EU-Fernpilotenzeugnis (großer Drohnenführerschein) ist deutlich umfangreicher und baut auf dem kleinen Drohnenführerschein auf (d.h., dass zuerst der EU-Kompetenznachweis erbracht werden muss).


Zusätzlich muss ein praktischer Selbsttest auf einem offenen Feld absolviert, sowie eine Theorie Prüfung an einer offiziellen Prüfstelle abgenommen werden.

Zertifizierte Prüfstellen sind dabei keine staatlichen Organisationen, sondern bestimmte Unternehmen aus ganz Deutschland, die diesen Service in unterschiedlichem Umfang anbieten. Aus diesem Grund variieren auch die jeweiligen Kosten und Leistungen.


Die Abschlussprüfung besteht aus 30 Multiple-Choice Fragen. Nach erfolgreichem Abschluss muss ein Zertifikat beim Luftfahrtbundesamt angefordert werden. Dieses ist ebenfalls 5 Jahre gültig.



Wer benötigt einen Drohnenführerschein?


Ob ein Drohnenführerschein notwendig ist, hängt maßgeblich vom Gewicht der Drohne ab. Die derzeitigen Kategorisierungen sind:

  • keinen Drohnenführerschein benötigen Piloten mit Drohnen unter 250g

  • zwischen 250g und 500g wird ein kleiner Drohnenführerschein benötigt

  • ab 500g bis 2kg genügt ein kleiner Drohnenführerschein, sofern nur in der Kategorie Open A3 geflogen wird (d.h. min. 150m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten) - sofern diese Abstände nicht eingehalten werden können, muss zusätzlich der große Drohnenführerschein absolviert werden


4. Drohnenfotografie - Rechtliches


Neben dem für manche Drohnen vorgeschriebenen Drohnenführerschein ist es in Deutschland Pflicht, eine spezielle Haftpflichtversicherung für die Drohne abzuschließen (siehe Abschnitt 5 Drohnenversicherung).


Zudem gibt es seit 01. Januar 2021 mit in Kraft treten der EU-Drohnenverordnung eine Registrierungspflicht für Drohnen-Piloten. Diese gilt auch für Drohnen unter 250g, sofern diese eine Kamera führen.

Die Betreiber-ID muss sichtbar auf der Drohne angebracht sein. Diese wird mit Hilfe eines kleinen, brandsicheren, aluminium Kennzeichen direkt an der Drohne angebracht.

Jeder Betreiber muss sich nur einmal anmelden und kann eine ID für alle Drohnen verwenden.


Die Registrierung erfolgt über die Seite des Luftfahrtbundesamtes.



5. Drohnenversicherung


In Deutschland besteht für alle Drohnen eine Versicherungspflicht. Dies bedeutet, dass man eine gültige Haftpflichtversicherung zwingen benötigt. Erkundige dich hier am besten bei deinem Versicherungspartner - Drohnenversicherungen gibt es bereits für unter 10€ im Jahr.



6. Drohnenfotografie - Tipps & Tricks


Um besser einschätzen zu können, wo ihr fliegen dürft bzw. wo Flugsverbotszonen oder nur eingeschränkt geflogen werden darf, gibt es hilfreiche Apps. Hierzu zählt z.B. die App des Luftfahrtbundesamtes ("Droniq"), sowie alternativ die App "AirMap".


Drohnenfoto Sonnenuntergang auf freiem Feld

Achtet vor dem Flug auch immer darauf, dass alle aktuellen Software Updates eurer Drohne geladen sind. Dies geht bei einer DJI Drohne zum Beispiel direkt über die DJI Fly App, ihr müsst euch dazu nur mit der Drohne verbinden.


Um ein optimales Kamera-Ergebnis erzielen zu können, empfiehlt es sich zudem, ND & Pol Filter für die Drohnen-Kamera zu kaufen.

Welche Einstellungen ihr beim Filmen oder Fotografieren mit einer Drohne vornehmen solltet findet ihr in diesem Beitrag.



 

Hast du bereits eine Drohne? Wenn ja was für eine und welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Teile uns dies gerne in den Kommentaren ganz unten im Beitrag mit bzw. schreibe uns über das Kontaktformular.


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