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  • Anna & Tom

Wanderung zum Schrecksee im Allgäu

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Eine Wanderung zum Schrecksee zählt zweifelsfrei zu den schönsten Wanderungen im Allgäu. Eingebettet in mitten des Naturschutzgebietes der Allgäuer Hochalpen befindet sich der Schrecksee, ein Hochgebirgssee, auf über 1.800m Höhe direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.


In diesem Artikel erklären wir euch wie ihr am besten zum Schrecksee gelangt und was ihr dabei beachten solltet!


Wanderung zum Schrecksee


Wanderung zum Schrecksee: Wie kommt man zum Schrecksee?


Auf 865m Höhe, mitten im Allgäu, befindet sich das sehr ursprüngliche Dörfchen Hinterstein. Von hier aus startet man am (zahlungspflichtigen) Wanderparkplatz "Auf der Höh" die eher anspruchsvolle, insgesamt 17km lange Wanderroute hinauf zu einem der schönsten Bergseen Deutschlands.


Wanderung zum Schrecksee im Allgäu

Wer sich ein kleines Stückchen des Weges (ca. 3km) sparen möchte, kann den Bus nehmen und sich bis zur Haltestelle "Auele" fahren lassen. Für uns kam das allerdings nicht in Frage, da wir bereits zum Sonnenaufgang am Schrecksee ankommen wollten und um 2:45 Uhr morgens noch keine Busse fahren :-)


Solltet ihr eure Wanderung zum Schrecksee ebenfalls bereits vor Sonnenaufgang starten, vergesst bitte eure Kopftaschenlampe nicht, diese ist wirklich essenziell, um sicher ans Ziel zu gelangen.



Eine Handy-Taschenlampe ist dazu keine Alternative.


Vom Wanderparkplatz aus geht ihr das erste Stück einen gekiesten Weg neben einer Weide entlang. Hier könnt ihr schon die ersten Kuhglocken hören. Im Dunklen fühlt sich das noch einmal ganz anders an.


Wanderung zum Schrecksee im Allgäu

Der Feldweg endet schließlich und ihr findet eine geteerte Straße vor euch. Wenn ihr nach einiger Zeit an einem Elektrizitätswerk vorbei kommt, wisst ihr, dass ihr richtig seid.


Kurz nach dem Elektrizitätswerk (auf der linken Seite) findet ihr dann einige Wegweiser, die auch anzeigen, dass ihr euch auf dem Weg zum Schrecksee befindet, sowie ein Drehkreuz, welches ihr passieren müsst.



Ab hier startet die eigentliche Wanderung, welche direkt recht steil beginnt. Auf den teils schmalen Schotterwegen machen sich gute Wanderschuhe wiklich bezahlt.


Geht man den Weg im Dunklen hoch (auf eigene Gefahr!) gleicht dies einem direkten Abenteuer: Im Lichtkegel unserer Kopftaschenlampe haben wir uns Schritt für Schritt nach oben getastet.


Zu dieser unchristlichen Zeit ist es noch total ruhig oben am Berg, selbst die Kühe auf der Weide schlafen noch und staunen nicht schlecht, als sie, geweckt von unseren Schritten und dem Licht unserer Taschenlampe, die ersten Wanderer des Tages entdecken.


Wanderung zum Schrecksee im Allgäu

Zu dieser Uhrzeit sollte man sich deshalb besonders ruhig und respektvoll verhalten, um kein Tier zu erschrecken und diese so wenig wie nur möglich zu stören.


Bei einer kurzen Trinkpause haben wir einen Blick in Richtung Himmel geworfen und waren geflasht vom Mond und den abermilliarden Sternen, die uns dabei entgegenstrahlten.


Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren wir uns einig, dass sich das Aufstehen um 1 Uhr morgens absolut gelohnt hat. So etwas muss man einfach erlebt haben.

Nach ca. 3 Stunden Wanderung und dem ein oder anderen Umweg, waren wir sogar noch vor Sonnenaufgang oben am Berg und konnten uns in Ruhe eine geeignete Foto-Location suchen.


Begleitet vom fernen Röhren der Hirsche durften wir bei bestem Wetter den schönsten Sonnenaufgang, den man sich vorstellen kann erleben. Es haben sich sogar noch ein paar Gamsen gezeigt.


Nachdem wir den Gipfel für volle 2 Stunden für uns allein hatten, kamen nun peu à peu die ersten Wanderer und wir haben uns nach einem kurzen Frühstück auf dem Berg wieder für den Abstieg fertig gemacht.






Den Abstieg fanden wir deutlich anstrengender, als den Aufstieg. Trekking-Stöcke wären sicherlich hilfreich gewesen, um die Knie etwas zu entlasten. Als wir endlich bei unserem Auto angekommen sind, waren wir keine 10min unterwegs, als wir uns plötzlich inmitten eines Almabtriebs mit hunderten von Kühen wiedergefunden haben. Das hat den Rückweg natürlich erheblich verzögert, war aber auf jeden Fall schön mit anzusehen.


 

Was noch zu erwähnen ist: zum Sonnenaufgang im September auf über 1.800m Höhe ist es ziehmlich kühl am Gipfel. Wenn man dann auch noch vom Aufstieg aufgehitzt ist, kann es schnell recht kalt werden. Wir waren darauf nicht so gut vorbereitet, hatten aber glücklicherweise unsere Hamaka Hängematte dabei, in die wir uns zeitweise gewickelt und dadurch aufgewärmt haben :-)

 

Du bist auf der Suche nach einer etwas leichteren Familien-Wanderung? Wie wäre es mit einer Wanderung auf die Mitteralm am Wendelstein? In unserem Beitrag erklären wir dir genau, wie du dort hinkommst!

Alternativ haben wir für dich noch ein paar weitere traumhafte Ausflugsziele im Allgäu zusammengestellt.


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