• Anna

3 Tage Abenteuer im Cotopaxi Nationalpark in Ecuador

Aktualisiert: 2. Aug.

Der Cotopaxi ist einer der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Doch nicht nur der Vulkan selbst, sondern auch das Umland des Cotopaxi ist extrem beeindruckend. Wir haben uns im Nationalpark Cotopaxi teilweise ein bisschen wie im "Auenland" aus Herr der Ringe gefühlt und hatten dort eine absolut aufregende Zeit.


Was man in 4 Tagen am Cotopaxi alles erleben kann, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Abenteuer im Cotopaxi Nationalpark - Besteigung des Cotopaxi Basecamp

1. Ankommen und akklimatisieren auf 3.500m Höhe 2. Wanderung zu Wasserfällen im Cotopaxi Nationalpark 3. Wanderung zum Basecamp des Cotopaxi auf knapp 4.900m 4. Weiter nach Baños oder: Rückfahrt nach Quito


1. Ankommen und akklimatisieren auf 3.5oom Höhe


Der Cotopaxi befindet sich im Nationalpark Cotopaxi in den Anden und zählt mit seinen 5.897m Höhe zu den höchsten aktiven Vulkanen der Welt. Am einfachsten ist es, von Ecuadors Hauptstadt Quito mit einem Bus oder privaten Shuttle direkt nach Cotopaxi zu reisen, da dies nur eine Strecke von 50km ist.


Quito liegt auf 2.850 Höhenmeter und ist damit die höchstegelegene Hauptstadt der Welt. Zum Vergleich - der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze, ist 2.962m hoch. Bei dieser Höhe hatten wir noch keine Probleme, reist man allerdings in Richtung Süden zum Cotopaxi Nationalpark, kann sich dies schnell ändern.


Besteigung Cotopaxi Vulkan in Ecuador bei Nacht

Unsere Unterkunft war auf 3.500m gelegen - da wir aus dem Amazonas angereist sind (ca. 900hm) haben wir diese Differenz körperlich gespürt und hatten beide am Anreisetag leichte Kopfschmerzen. Um dem entgegenzuwirken ist es am besten, möglichst viel Wasser zu trinken und dem Körper etwas Zeit zu geben sich an die neuen Umstände zu gewöhnen.


Um unsere Unterkunft herum war es wirklich malerisch. Neben einer wahnsinns Aussicht auf den Cotopaxi (sogar vom Fenster unseres Schlafzimmers aus!), haben wir uns hier wie im Auenland aus Herr der Ringe gefühlt.


...und Lamas gab es dort auch noch!

Reisebericht Cotopaxi Nationalpark

Wir haben am selben Tag noch eine 2-stündige Tour unternommen und sind zu nahegelegenen Wasserfällen im Cotopaxi Nationalpark gewandert.













2. Wanderungen zu Wasserfällen im Cotopaxi Nationalpark


Unsere erste Wanderung im Cotopaxi Nationalpark hat uns zu nahegelegenen Wasserfällen geführt. Innerhalb einer 2-stündigen Rundwanderung haben wir erste Einblicke in die wundervolle Natur dieser Region erhalten.


Wanderung im Cotopaxi Nationalpark, Reisebericht

Bis man die Wasserfälle erreicht, wandert man einen idyllischen Weg entlang eines Bachs.


Da man teilweise durch den Bach durch wandern muss, wurden wir von unserer Unterkunft mit Gummistiefeln ausgestattet.


Die Wanderung an sich war nicht besonders anspruchsvoll, hatte aber ihre Tücken. Beispielsweise mussten wir kleinere Felsbrocken hochklettern - mit Gummistiefeln ohne Profil gar nicht sooo einfach.




Zudem war es teilweise etwas rutischg, aber wer ein bisschen aufpasst, hat hier keineswegs Probleme.

Wäre es an diesem Tag etwas wärmer gewesen, hätten wir sogar am Fuße der Wasserfälle baden können.


Wanderung im Cotopaxi Nationalpark


3. Wanderung zum Basecamp des Cotopaxi


Natürlich wollten wir den Cotopaxi auch von Nahem bewundern. Eine Wanderung zum 5.897m hohen Gipfel ist nur für Fortgeschrittene, man sollte dafür wirklich mit diesen Höhen vertraut sein.


Wir haben uns deshalb für eine Wanderung zum Basecamp des Cotopaxi auf 4.864 Höhenmetern entschieden.


Direkt am morgen nach dem Frühstück wurden wir schließlich von unseren Guides an unserer Unterkunft abgeholt und haben uns mit einem Geländewagen auf den Weg in Richtung Cotopaxi gemacht.

Cotopaxi Nationalpark: Besteigung des Cotopaxi Vulkan in Ecuador

Nach ca. einer knappen Stunde hatten wir auch schon den Parkplatz direkt am Vulkan erreicht. Von dort aus startet dann die Wanderung zum Basecamp.


Cotopaxi Nationalpark: Besteigung des Cotopaxi Vulkan in Ecuador

Die Wanderung an sich ist nicht anspruchsvoll, die Höhe macht einem aber relativ schnell zu schaffen, wenn man dies nicht gewöhnt ist. Denn dann ist jeder Schritt direkt doppelt so anstrengend.


Cotopaxi Nationalpark: Besteigung des Cotopaxi Vulkan in Ecuador

Wasser trinken ist während der Wanderung sehr schnell zu unserem besten Freund geworden, um dadurch die Höhenbelastung für den Körper zu verringern.


Mitreisende, welche schon länger in der Gegend und damit besser an die Höhe gewöhnt waren, haben sich direkt leichter getan.


Wir hatten beide mit leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen zu kämpfen.







Die Aussicht von der Wanderung auf die umliegende Landschaft des Nationalparks ist einfach atemberaubend. Für uns war diese Wanderung wirklich ein ganz besonderes Erlebnis.


Cotopaxi Nationalpark: Besteigung des Cotopaxi Vulkan in Ecuador

Kurz vor dem Basecamp konnten wir uns dann noch entscheiden, ob wir dort bleiben wollen, oder noch auf etwas über 5.000m weiter hoch wandern wollen, um den Gletscher zu erreichen.


Um bis zum Gletscher des Cotopaxi zu kommen sind es vom Basecamp noch einmal ca. 30-40min.


Desto höher man wandert, desto stärker merkt man natürlich auch die körperlichen Symptome der Höhe, deshalb muss man an diesem Punkt ganz individuell entscheiden, wie fit man sich noch fühlt.


Am Gletscher angekommen, wird man dann schließlich mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.


Nach kurzer Zeit startet dann aber direkt wieder der Abstieg zum Basecamp, wo man die Möglichkeit hat, einen Koka-Tee zu trinken, welcher gegen Symptome der Höhe helfen soll.



4. Weiter nach Baños oder: Rückfahrt nach Quito


Befindet man sich bereits südlich von Quito, lohnt es sich, direkt das nächste Reiseziel anzusteuern. Neben einer entspannten Atmosphäre, einem über 5.000m hohem Vulkan und einigen heißen Quellen gibt es in Baños auch zahlreiche Wasserfälle. Der berühmteste Wasserfall in Baños ist der "Pailón del Diablo" ("Schlucht des Teufels").

Während unseres Aufenthalts in Ecuador haben wir sehr viele Touristen kennengelernt, welche bereits in Baños waren und nur positives über diese Gegend berichtet haben - leider konnten wir wegen Straßensperrungen dieses Reiseziel nicht mehr erreichen, weshalb es für uns mit dem Bus zurück nach Quito ging.


...sieht also ganz so aus, als müssten wir noch einmal nach Ecuador reisen! ;-)


 

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